Donnerstag, 19. August 2010

Wolle die Wandlung...


Wolle die Wandlung. O sei für die Flamme begeistert,
drin sich ein Ding dir entzieht, das mit Verwandlungen prunkt;
jener entwerfende Geist, welcher das Irdische meistert,
liebt in dem Schwung der Figur nichts wie den wendenden Punkt.

Was sich ins Bleiben verschließt, schon ists das Erstarrte ;
wähnt es sich sicher im Schutz des unscheinbaren Grau´s?
Warte, ein Härtestes warnt aus der Ferne das Harte.
Wehe - : abwesender Hammer holt aus !

Wer sich als Quelle ergießt, den erkennt die Erkennung;
und sie führt ihn entzückt durch das heiter Geschaffne,
das mit Anfang oft schließt und mit Ende beginnt.

Jeder glückliche Raum ist Kind oder Enkel von Trennung,
den sie staunend durchgehn. Und die verwandelte Daphne
will, seit sie lorbeern fühlt, daß du dich wandelst in Wind.



Eine wunderschoene Vertonung des Gedichtes von Rainer Maria Rilke durch "Herr Maria & Dezibella", liebgewonnene Freunde aus der Prignitz!
Zu finden auf der im Text verlinkten MySpaceseite rechts in der Playliste.

3 Kommentare:

Aussen und Innen hat gesagt…

Ach, deine beiden Freunde sehen aber interessant aus. Und erst das Gedicht! Feuer fangen, begeistert sein, das ist tatsächlich wichtig, und es braucht auch immer wieder solche Menschen, die uns dran erinnern, dass wir die Begeisterung nicht verlieren dürfen. Sie macht wirklich den Unterschied aus, ob wir nur bewahren, erhalten wollen, was ist, oder ob wir auch immer wieder ein Neues hinzufügen können.

Frische Luft ist das!

Anak hat gesagt…

hey du liebe...ja, frischer wind...den brauchen wir immer wieder...interessante leute zuhauf findest du im wilden osten! prignitz...da wo der hund begraben ist...hart aber herzlich, alles individualisten dort, sonst haelt man das leben da auch nicht aus...aber schoen...
lg. anka

▲▲▲ hat gesagt…

Supi :)